»Da sitzt das Scheusal«

Theodor Fontanes »Scharfhinblicken«: Vier Bände mit seinen Theaterkritiken

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Der Essay ist eine Schmerztablette, vielleicht sogar eine Droge. Wer Essays schreibt, rettet sich in den Gedanken - weil ihm die Phantasie fehlt. Die Fähigkeit, zu deuten, wird so zum Trost für die Unfähigkeit, zu erzählen. Ein Schriftsteller, der Essays schreibt, bleibt Schriftsteller - ein Journalist aber, der Essays schreibt, will (ein wenig!) Schriftsteller sein. Die Rezension ist, im Idealfall, eine kleine Schwester des Essays - vorausgesetzt, deren Sprachgeist ist eine wirkliche Steigerungsform des Ausdrucks und bleibt nicht bloß Vokabular, geeicht aufs redaktionelle Tagespensum. »Es ist nichts schwerer, als das Denken eines andern bis in die feinere Eigentümlichkeit seines Ganzen nachkonstruieren, wahrnehmen und charakterisieren zu können.« Schreibt Schlegel. Fontane kann's.

Dennoch: Läse man heute noch Theaterkritiken Theodor Fontanes, wenn der nicht Fontane wäre? Der Ruf des großen Autors betreibt das Marketing für den Rezense...

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