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Links, blass und angepasst

Andreas Fritsche über den Ruf der Linkspartei im Osten

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 1 Min.

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Brandenburgs LINKE will am Sonnabend ihr Programm für die Landtagswahl am 1. September beschließen. Aber Wähler hat sie kaum noch. Sie ist in einer Umfrage auf dem Tiefpunkt des Jahres 1990 angekommen. Zehn Jahre Rot-Rot sind offenbar genauso schwer zu verkraften wie der Zusammenbruch der DDR.

Aber es ist jetzt sogar noch schlimmer als im Herbst 1990. Wir erinnern uns: Damals hielten der PDS nur wenige Anhänger die Treue. Doch die durften schmunzeln. Denn die PDS machte pfiffige, freche Wahlkämpfe. Einer der Slogans: »Wählen Sie PDS. 40 Jahre Bundestag ohne PDS sind genug!« Das war eine witzige Anspielung auf den Spruch, 40 Jahre SED seien genug.

Heute wirkt die LINKE in Ostdeutschland leider blass und angepasst. In den 1990er Jahren machte es Spaß, die PDS anzukreuzen und sich abends im Fernsehen anzuschauen, wie es die CDU ärgerte, dass es im Osten doch noch so viele »rote Socken« gab. Man konnte es denen da oben mal so richtig zeigen. Mittlerweile scheint die LINKE in Brandenburg zum Establishment zu gehören. Den Ruf muss sie dringend abstreifen.

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