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Seit 10 Jahren Bus zum Nulltarif

Belgische Provinzhauptstadt Hasselt begeht ein denkwürdiges Jubiläum

Am Sonntag ist es genau 10 Jahre her, dass Hasselt, die Hauptstadt der belgischen Provinz Limburg, mit einem sehr ehrgeizigen Projekt in die Schlagzeilen kam: mit dem Gratisbus.
Hasselt (ND). In der Stadt mit 70 000 Einwohnern soll an diesem Sonnabend die Zahl von 35 Millionen Bus-Passagieren voll gemacht werden. Der Jubiläums-Fahrgast wird am Bahnhof erwartet und mit einem Festbus Richtung Marktplatz gefahren werden. Dort wird der Bus von der flämischen Verkehrsministerin Kathleen Van Brempt, Gouverneur Steve Stevaert und Bürgermeister Herman Reynders erwartet. Die neue Stadtverwaltung von 1995 hatte festgestellt, dass der öffentliche Nahverkehr sehr mäßig entwickelt war. Vor dem 1. Juli 1997 gab es in Hasselt nur 8 Stadtbusse und 2 Linien. Sie fuhren ungefähr 500 000 Kilometer pro Jahr und beförderten 1996 nur 360 000 Fahrgäste. Anlässlich der Anlage des »Groene Boulevard« wandte sich die Stadtverwaltung mit ihrem Plan an den zuständigen Busbetrieb De Lijn. Mit den Worten »Hasselt wird nie mehr dasselbe sein« führte der damalige Bürgermeister und spätere Minister Steve Stevaert am 1. Juli 1997 den Nulltarif ein, für dessen Kosten die Gemeinde Hasselt und die flämische Regierung aufkommen. Der kostenlose öffentliche Nahverkehr war von Anfang an ein Erfolg. Bis zum 30. Juni 1997 gab es in den Bussen in Hasselt durchschnittlich 1000 Fahrgäste pro Tag. Heute sind es 12 600 Fahrgäste täglich. Es fahren jetzt 46 Stadtbusse auf 9 Linien plus eine Boulevardlinie und eine Zentrumspendellinie. Außerhalb der normalen Fahrpläne fahren noch zwei Abendlinien.

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