Viel Arbeit mit der Arbeitslosigkeit

Das Sozialministerium blickt in einer Nabelschau auf die Plattmacherei der 1990er Jahre zurück

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Clemens Appel gehörte nach der Wende zu denjenigen, die aus nordrhein-westfälischen Ministerien als sogenannte Aufbauhelfer nach Brandenburg kamen. Tatsächlich wurde in jenen Jahren in Brandenburg wenig bis nichts aufgebaut, stattdessen die Industrie weitgehend zerschlagen, und auch in der Landwirtschaft gab es Massenentlassungen. Es war der totale Zusammenbruch. Aufgebaut wurde lediglich eine Verwaltung der extrem hohen Arbeitslosigkeit.

Das war auch Clemens Appels Metier. Er hatte im Düsseldorfer Sozialministerium das Referat Arbeitsrecht geleitet und übernahm diese Aufgabe 1991 in Potsdam. In dem Buch »Neue Wege gehen in schwierigen Zeiten. Die Brandenburger Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik zu Beginn der Neunzigerjahre« spricht er darüber. Oder besser gesagt: Er hat so wie andere, die damals dabei waren, in den Erzählsalons der Verlegerin Katrin Rohnstock darüber gesprochen. Aus den Gesprächen wurde ein Buch.

Appel berichtet von eine...


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