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LINKE will über Treuhand-Untersuchungsausschuss abstimmen lassen

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hofft auf Zustimmung bei SPD und Grünen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE, spricht in einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages.
Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE, spricht in einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages.

Berlin. Die Linke im Bundestag will einem Medienbericht zufolge noch vor der Sommerpause einen Antrag ins Parlament einbringen, um einen Untersuchungsausschuss zur Arbeit der Treuhandanstalt einzusetzen. Die Abstimmung dürfte dann Anfang September stattfinden, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag berichtete. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch sagte dem RND: »Wer unseren Antrag ablehnt, braucht gute Argumente, um den Menschen erklären zu können, warum der Bundestag nicht in die Treuhandakten schauen soll.«

Die Treuhandanstalt war die Privatisierungsbehörde, unter deren Verwaltung die DDR-Volkswirtschaft nach der Wende abgewickelt wurde.

Er hoffe vor allem darauf, dass sich Grüne und SPD einen Ruck geben und eine parlamentarische Untersuchung nicht blockieren, fügte Bartsch hinzu. Viele Wunden seien nicht geheilt, viele Ostdeutsche wollten eine Aufarbeitung dieser Zeit, sagte der Fraktionschef. Jetzt öffneten sich die Archive, und es werde »nach 30 Jahren höchste Zeit, Fehler auch als Fehler zu benennen«.

Bartsch hatte im Mai gesagt, die Treuhand-Politik habe nicht nur volkswirtschaftlich und fiskalisch großen Schaden angerichtet, sondern auch das gesellschaftliche Klima zwischen Ost und West in den letzten drei Jahrzehnten extrem belastet. Der Vorstoß kommt wenige Monate vor den Landtagswahlen im Herbst in Sachsen, Brandenburg und Thüringen.

Lesen sie auch zum Thema: Botschaft des Scherbenhaufens. LINKE im Bundestag will Geschichte der Treuhand mit Untersuchungsausschuss aufarbeiten. Von Uwe Kalbe

Die LINKE braucht aber die Zustimmung anderer Fraktionen - für einen Untersuchungsausschuss muss mindestens ein Viertel der Abgeordneten stimmen. Unterstützung kam bisher nur von der AfD. dpa/nd

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