Werbung

Bürger- statt Börsenbahn

Nicolas Šustr über die Ausschreibung der S-Bahn

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Schon seit Monaten wird gewitzelt, dass die Beraterfirma KCW die eigentliche Gewinnerin der im Herbst anstehenden Ausschreibung von zwei Dritteln des Berliner S-Bahnnetzes sein wird. Denn mangels ausreichend fachkundigen Personals lässt sich die Verkehrsverwaltung die entsprechenden Unterlagen durch das Unternehmen erarbeiten.

Die Koalition ist sich nur in einem Punkt einig: Dass für Betrieb und Fahrzeuge diesmal nicht schon wieder solche Mondpreise wie 2015 für die Ringbahn fällig werden sollen. SPD und LINKE wollen eigentlich gar keinen Wettbewerb, sondern wünschen sich eine Deutsche Bahn, die einfach ein gutes Angebot zu einem fairen Preis abliefert.

Doch obwohl der Börsengang kein Thema mehr ist, ist die zugrundeliegende Philosophie im Konzern immer noch vorhanden, benennt LINKE-Verkehrsexperte Harald Wolf das Dilemma. Ob sich der Bahnkonzern durch einen simulierten Wettbewerb wirklich zu einem gemeinwohlorientierten Dienstleister für die Allgemeinheit erziehen lässt, daran zweifeln die Grünen nicht ganz zu unrecht.

Andererseits zeigen die Erfahrungen mit den Privatbahnen, dass dort vieles längst nicht glänzt - für die Beschäftigten sowieso nicht. Mit viel Bürokratie und kleinteiligen Vorgaben wird versucht, dem Herr zu werden. Wir brauchen eine Bürgerbahn unter demokratischer Kontrolle!

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!