Ab unter den Meeresboden

Eine aktuelle Studie untersucht die Folgen von Lecks zukünftiger CO 2-Lagerstätten in tiefen Gesteinsschichten

  • Von Ingrid Wenzl
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Auf dem Pariser Klimagipfel hatten sich Politiker aus aller Welt noch zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad bekannt. Doch in den seither vergangenen vier Jahren ist wenig passiert. Der Weltklimarat (IPCC) hatte in seinem letzten Sonderbericht die sogenannten Negativemissionen - CO2, das der Atmosphäre wieder entzogen und etwa in der Biomasse von Wäldern gebunden wird - bereits in seinen Szenarien mit eingeplant. Angesichts der schleppenden Umsetzung der Pariser Selbstverpflichtungen bekommen umstrittene Technologien wie Carbon Capture and Storage (CCS) neue Aufmerksamkeit.

Dabei stellt sich die Frage nach den Risiken dieser Technologie. In Europa befindet sich das wahrscheinlich größte Speicherpotenzial für CO2 in salzhaltigen Grundwasserleitern und Sandsteinformationen tief unter dem Meeresboden vor Norwegen. Über 11 000 Öl- und Erdgas-Bohrungen haben die umliegenden Sedimente jedoch geschwächt, sodass heute an rund einem ...


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