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Am Ende bleibt nur die Hoffnung

Philip Malzahn über einen Krieg zwischen USA und Iran

  • Von Philip Malzahn
  • Lesedauer: 2 Min.

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Auf den ersten Blick scheinen die Bilder, welche die US-Marine veröffentlicht hat, eindeutig. Sollten sie nicht gefälscht sein, zeigen sie, wie ein Boot der iranischen Revolutionsgarden an eines der beschädigten Schiffe an der Straße von Hormus andockt. Soldaten entfernen etwas vom Rumpf. Übrig bleiben Spuren einer Haftmine.

Allerdings liefern die Bilder keine Erklärung, warum Iran ein japanisches Boot angreifen sollte, während Premierminister Shinzo Abe sich mit dem obersten Religionsführer auf eine Runde Tee und Diplomatie trifft. Auch erklären die Bilder nicht, warum die Revolutionsgarden am helllichten Tag dies zu vertuschen versuchen, wenn sämtliche Überwachungsinstrumente der US-Marine gerade auf sie gerichtet sind. Schon gar nicht erklären sie, warum Iran einen Krieg anzetteln sollte, den es mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren würde. Es ist zwar nicht unplausibel, dass ein Land, durch Sanktionen gewürgt, kurz vor dem Zusammenbruch steht und auch sonst nicht für seine friedliebenden außenpolitischen Töne bekannt ist, sich zu wehren versucht. Obwohl der Regierung in Teheran wohl bewusst ist, dass ein Krieg ihre Probleme nicht beheben würde.

Kurz gesagt: Es gibt viele Varianten und noch viel mehr Fragen dazu. Die Wahrheit wird man vielleicht nie erfahren. Man kann nur hoffen, dass die Spannungen in Bezug auf einen direkten Krieg wieder abflauen, wie sie es bislang immer getan haben. Dafür gibt es jedoch keine Garantie.

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