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Fröhliche Atomgärtnerei

Von Iris Rapoport , Boston und Berlin

  • Von Iris Rapoport
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Über Jahrtausende hatte man in der Züchtung auf den Zufall gesetzt. Nicht blind. Man hatte durchaus gezielt nach nutzbaren Mutationen in Flora und Fauna gesucht. Doch dieser Zufall war selten.

In der Pflanzenzüchtung half man deshalb seit Mitte des letzten Jahrhunderts kräftig nach. Mit Giften und vor allem mit Radioaktivität. Inmitten kreisförmiger Felder wurde radioaktives Kobalt vergraben. Dann wartet man ab, was da so wuchs. Wenn noch etwas wuchs.

Dank Watson und Crick wusste man, dass Gene nichts anderes sind als Abschnitte langer DNA-Moleküle. Die werden bei radioaktivem Beschuss völlig unkontrolliert verändert - oder anders gesagt - mutiert. Dass dabei ab und an überhaupt funktionstüchtige Gene als Grundlage neuer Proteine - und damit neuer Merkmale - entstehen, liegt an der schier unendlichen Anzahl der auftretenden Mutationen. Zwar entsteht nichts, was nicht prinzipiell auch in der Natur hätte entstehen können. Aber im extreme...


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