• Politik
  • Geschlechtsneutrale Sprache

Gendersternchen vom Hörensagen

Wir haben Menschen um ihre Meinung zu geschlechtsneutraler Sprache gebeten

  • Von Lotte Laloire
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Angst, es falsch zu machen

Sevda Can Arslan, 33, Doktorin der Kommunikationswissenschaft, München

Nur die materiellen Verhältnisse zählen, es nützt überhaupt nichts, an der Sprache herumzudoktern – dachte ich früher. Heute sehe ich das ein bisschen anders: In dem Moment, wo ich merke, es fühlt sich halt jemand durch eine bestimmte Sprache mehr einbezogen, dann kann man das doch einfach machen. Angst, es falsch zu machen, habe ich aber auf jeden Fall. Das ist alles ganz schön heikel, manche sind schnell verletzt, ohne dass man es beabsichtigt. Deshalb dachte ich erst, ich kann gar nichts mehr sagen, dann halte ich eben den Rand. Das ist natürlich unbefriedigend, hab ich schnell festgestellt. Es kann nicht sein, dass durch einen unerfüllbaren Perfektionsanspruch an unser Sprechen alle stumm geschaltet werden. Gleichzeitig muss es möglich sein zu kritisieren, wenn Leute etwas Beleidigendes sagen. Ich für mich versuche jetzt einf...


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