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Iran und USA

Wir wollen keinen Krieg, aber...

Philip Malzahn über die mögliche Eskalation am Golf

Von Philip Malzahn

Eines haben die beiden Schurkenstaaten Iran und USA gemeinsam: Man beharrt darauf, dass eine friedliche Lösung oberste Priorität hat. Nur die andere Seite provoziert am Golf - man selbst will sich nur verteidigen. Zumindest im Falle Teherans stimmt das aus geografischer Sicht. Das hat vielleicht auch Donald Trump gemerkt, als seine Flugzeuge schon auf dem Weg gen Iran waren. Doch parallel zu dem ganzen Unschuldsgetue schüren beide den Hass im eigenen Land. Auch hier trifft das noch ein bisschen mehr auf Iran zu - die USA haben noch genügend andere Feindbilder.

In Bezug auf die Regierung in Teheran hat Washington es nie verkraftet, dass die Mullahs sie so blamiert haben - 1967 schenkte man dem Land seinen ersten Atomreaktor, als Teil von Eisenhowers Programm »Atome für den Frieden«. Irans Regierung weiß, dass sie einen Krieg höchstwahrscheinlich verlieren würden. Man benutzt das Atomprogramm, um mit Druck verhandeln zu können. Der Soziologe Wolfgang Porth sagte einst über die iranische Strategie: Iran gehe es nicht um Atomwaffen, sondern um wirtschaftliche Interessen, frei nach dem Motto »Allah ist groß - ein Cadillac ist größer«. Sollte jedoch ein Krieg wirklich ausbrechen, rückt dieses ganze politische Konstrukt in den Hintergrund. Dann gibt es erst mal nur Tod und Leid für Millionen, seien es Zivilisten oder US-amerikanische Soldaten.

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