Eingebettetes Volksfest

Kriegsgegner protestieren gegen Militärpräsenz auf der Kieler Woche

  • Von Dieter Hanisch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Immer in der zweiten Junihälfte öffnet sich der Vorhang für die Kieler Woche, eines der größten Volksfeste in Nordeuropa mit mehr als drei Millionen Besuchern. Neben spannenden Segelwettbewerben und Livekonzerten präsentiert sich Schleswig-Holsteins Hauptstadt dabei auch als Rüstungsstandort, an dem sich das Militär publikumsnah und -wirksam in Szene setzt: Internationale Kriegsschiffe laden drei Tage lang zur Besichtigung ein, und die Bundeswehr zieht alle Register, um für vermeintlich attraktive Jobs zu werben. Parallel findet eine strategische Sicherheitskonferenz statt.

Am späten Dienstagnachmittag gingen rund 420 Menschen in brütender Hitze gegen die massive Präsenz insbesondere der Marine auf die Straße. Ein Bündnis von universitären und studentischen Gruppen, von Friedens- und Klimaschutzbewegung und der Organisation »Seebrücke« hatte zu der Demonstration unter dem Motto »War Starts Here« aufgerufen. Auftaktredner war Lorenz Göst...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.