Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Gewissheiten am BER gibt es nicht

Tomas Morgenstern findet die Infos zum Terminalbau T2 irritierend

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Manchmal hatte man den Eindruck, dass sich auf der Baustelle des künftigen Hauptstadtflughafens BER angesichts der Vielzahl zu bewältigender Mängel und Probleme verblüffend wenig bewegt. Sicher, dabei handelte es sich um Augenscheinliches, mit dem der Laie sehr schnell danebenliegt. Auch Flughafenexperten auf Reisen können mal einen falschen Eindruck gewinnen, zumal dann, wenn sie von außerhalb kommen und bei den Kollegen nur mal eben über den Bauzaun schauen. Am neuen Terminal T2 jedenfalls wird derzeit tatsächlich emsig gebaut.

Was den Baufortschritt betrifft, so mögen Fachleute zu unterschiedlichen Bewertungen kommen. Das ist wohl normal. Wenn es am Ende aber - gemessen am betriebenen Aufwand - um nahezu gegensätzliche Einschätzungen des Erreichten geht, muss man stutzig werden. Wird ein Gebäude, dessen Abfertigungskapazität man für die problematische Phase der Inbetriebnahme des BER Ende 2020 gebraucht wird, noch rechtzeitig fertig, oder kann man erst zwei Jahre später damit rechnen?

Die Flughafengesellschaft übt sich da in kategorischem Optimismus. Allein damit kann sie aufkommende Zweifel aber nicht ausräumen. Sollte das T2 doch der Gegenentwurf zum hochkomplexen und noch immer nicht fertiggestellten Hauptterminal sein: schlicht, funktional und preiswert. Und pünktlich auch. Die Kosten haben sich dann binnen weniger Monate verdoppelt. Folgt man dem Urteil der Experten, so wird der Quadratmeterpreis im »Sparterminal« T2 gegenüber dem des vertrackten Hauptterminalgebäudes T1 das Vierfache erreichen. Nach einem guten Geschäft klingt das nicht. Nur so viel ist gewiss.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln