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  • Vertrag von Versailles

Revanchistisches Gedöns

Deutsche Propaganda gegen die »Ketten von Versailles«.

  • Von Manfred Weißbecker
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Deutsche Delegierte unterschreiben den Vertrag von Versailles im Spiegelsaal. Abb.: imago images/United Archives

Kaum ein anderes internationales Abkommen und kein Friedensschluss haben die Deutschen mehr mit pejorativen Floskeln versehen als jenen Vertrag, der am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles unterzeichnet wurde. Er besiegelte ihre militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg und war an die Stelle des erhofften »Siegfriedens« über die Entente getreten. Auf den Versailler Friedensvertrag - ihn hatten Vertreter von 32 Staaten ausgehandelt, doch weder die USA noch Sowjetrussland unterschrieben - bezogen sich in der Weimarer Republik und im Dritten Reich zahlreiche Schlagwörter und Schlachtrufe; ja, sie finden sich noch immer zuhauf in neonazistischen Publikationen und Webseiten des Internets.

Geredet wurde ständig von einem beleidigenden »Schmachfrieden«, von niederträchtiger Knebelung des deutschen Volkes, das mit ihm in unehrenhaft, demütigende und schändliche Ketten gelegt worden sei. Die Deutschen - so hieß es la...

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