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Kein Landgang in Havanna

Flüchtlingstragödie vor 80 Jahren: Die Odyssee der »St. Louis«.

  • Von Peter Jacobs
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

In der klebrigen Frühsommerhitze von Havanna - man schreibt das Jahr 1939 und die Tropenstadt kennt noch kein Aire condicionado - versieht der deutsche Konsul Wilhelm Krüger schwitzend seinen Job als Agentenführer. Er hat schon eine Landungsstelle für die Besatzungen deutscher U-Boote an der Nordküste Kubas ausgemacht. Seine Spione sammeln im ganzen karibischen Raum bis hin zum Panamakanal relevante Informationen für den kommenden Krieg. Nun ist ein Sonderauftrag hinzugekommen. Das Reichspropagandaministerium in Berlin hat ihn angewiesen, Stimmungsmache bei kubanischen Politikern und in der Presse gegen die Einwanderung von Juden zu lancieren. Im Gegensatz zu seinem berühmten literarischen Vorgänger, dem Staubsaugervertreter James Wormold aus dem Roman »Unser Mann in Havanna« von Graham Greene, liefert Krüger seiner Zentrale keine Fakes, sondern er handelt.

Das ist das fiktiv-dokumentarische Hintergrundkonstrukt des Romans »Zufluc...


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