Verkehrsminister

Die Welt des Andreas S.

Sieben Tage, sieben Nächte: Verlass ist auf niemand mehr, außer auf 107 Lungenärzte und Ulf Poschardt

Von Regina Stötzel

Früher, da wurden noch Prioritäten gesetzt. Für Autos. Für Autofahrer. Für Straßen. Für Autobahnen. Für den Menschenverstand.

Und jetzt? Auf einmal kommen sie alle an, diese Ökos und Hysterischen. Grenzwerte wollen die, dass man sich fragt, wer hier nicht ganz sauber ist. Und Tempolimits, sogar auf Autobahnen, als wären wir hier in Österreich. Jeder Nosnboara darf nun diese E-Scooter fahren, aber Autofahrer dürfen nicht Motorrad fahren, obwohl die wissen, was ein Gaspedal ist. Und die E-Dinger verstopfen jetzt auch noch die Straßen, weil die Fußgänger sie nicht haben wollen. Die Autofahrer fragt aber niemand!

Derweil wollen die Österreicher, diese Gschafdlhuaba, nicht für die deutschen Autobahnen bezahlen, obwohl die Deutschen für die österreichischen Autobahnen bezahlen. Und die Deutschen, die nicht für die österreichischen Autobahnen bezahlen wollen, weil die Österreicher ja auch nicht für die deutschen Autobahnen bezahlen wollen, dürfen noch nicht einmal mehr die österreichischen Landstraßen benutzen, obwohl für die niemand bezahlen muss. Stattdessen sollen deutsche Autofahrer im österreichischen Stau stehen, Kreizkruzefix! Aber wirklich Ärger gibt’s nur, weil dafür gesorgt war, dass man die Österreicher und alle anderen ruckzuck hätte abkassieren können. Wäre nicht dieses Gerichtsurteil dazwischengekommen. Alles war bereit, die Verträge unterschrieben. Wer konnte denn ahnen, dass der Europäische Gerichtshof sich auf die Seite der Österreicher schlagen würde, dieser kloana Kniabiesler? Ist doch kein österreichischer Gerichtshof! Aber selbst Europa ist schon verseucht mit diesem Hundsglump, das mit Multikulti nicht einmal vor deutschen Straßen haltmacht.

Statt sich über den Gerichtshof aufzuregen, regen sich nun alle über 50 Milliönchen auf, die der Spaß bisher gekostet hat. 50 Millionen, ja, liebe Leut - das sind keine fünf Kilometer Autobahn! Selbst mit der Milliarde, die jetzt nicht eingenommen wird - wer ist schuld? -, kommt man autobahnmäßig allenfalls 100 Kilometer weit, also noch lange nicht von Passau nach München! Wobei, da gibt es ja schon eine Autobahn, dem Herrgott sei dank. Statt nun Ruhe zu geben in Sachen Maut, wollen diese Blitzgneissa jetzt sogar noch haarklein wissen, was in den Verträgen steht. Und die Verträge, die wollen sie auch noch nachts studieren. Und dann womöglich darüber reden, was sie gelesen haben. Ja, geht’s noch?

Okay, okay, wie bei jedem großen Projekt gab es auch mal Ruckeleien. Deshalb gibt es jetzt auch nicht nur einen, sondern gleich drei Kündigungsgründe und ganz bestimmt keine Schadenersatzforderungen. Bisher.

Fest steht: Hin ist sie, die stolze Autofahrernation. Und Verlass ist auf niemand mehr, außer auf 107 Lungenärzte und Ulf Poschardt. Himmisakra!