Umkämpfter Treibstoff

Das Ölkartell OPEC will seine Produktion weiterhin drosseln - womöglich bis 2020

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Das Ölbohrschiff Kaombo Norte in den Gewässern vor Angola

US-Präsident Donald Trump provoziert eine Ölkrise, befürchten Beobachter. Vor rund einem Jahr waren die Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Trump verfolgt seither mit einer Reihe von Handels- und Finanzsanktionen eine Politik des »maximalen Drucks« gegen das Land, dessen Außenwirtschaft am Export von Öl und Gas hängt. Auf dem am Dienstag zu Ende gehenden Treffen der Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) in Wien stehen daher neue Öl-Zwangsmaßnahmen im Fokus. Die USA gehören nicht der OPEC an.

Anfang Mai traten die schärfsten Sanktionen in Kraft, die je über Iran verhängt wurden: Washington sprach ein vollständiges Ölembargo aus. Anders als in der Vergangenheit will es keine Ausnahmen für seine wichtigsten Handelspartner und Nato-Mitglieder mehr dulden. China, Indien, Südkorea und die Türkei sind bislang die größten Abnehmer iranischen Öls und Erdgases - auch nach dem allgemeinen Öl- und Handelse...

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