Werbung

Die 1002. Nacht

Prinzessin Haya ist aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und ihrer strengen Ehe geflüchtet

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Prinzessin Haya bint al-Hussein
Prinzessin Haya bint al-Hussein

Prinzessin Haya, sechste und jüngste Ehefrau des Scheichs von Dubai, Mohammed bin Rashid al- Maktoum, soll aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geflohen sein. In der britischen Presse wird seit Tagen darüber spekuliert, dass sich Haya in Großbritannien aufhalten könnte und in Deutschland Asyl beantragt hat. Auch wenn sowohl Innen- als auch Außenministerium in Berlin behaupten, nichts zu wissen, halten sich Gerüchte, dass Haya ihre Flucht mit Hilfe eines deutschen Diplomaten organisiert haben soll.

Haya bint al-Hussein ist eine Tochter des 1999 verstorbenen Königs von Jordanien, Hussein I. Ihr älterer Halbbruder ist der derzeitige jordanische König Abdullah II. Die leidenschaftliche Sportlerin trat für ihr Heimatland bei den Olympischen Spielen in Sidney im Jahr 2000 als Springreiterin an. Sie studierte an der Universität Oxford in Großbritannien, wo sie einen Masterabschluss in Politikwissenschaften, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften erwarb.

Scheich Makhtoum, den Haya 2004 in Dubai geheiratet hatte, hat sich offiziell noch nicht zu den Gerüchten über die Flucht seiner Frau geäußert. Allerdings findet sich auf seinem verifizierten Instagram-Account ein Gedicht mit dem Titel »Du hast gelebt und bist gestorben«, in dem es u.a. heißt: »Manchen Fehler nennt man Untreue / Du hast deine Grenzen überschritten und warst illoyal / Dein teuflisches Verhalten wird dir nichts nützen / Für mich ist es gleichgültig, ob du tot bist oder lebst.«

Prinzessin Haya ist nicht die erste Frau aus dem Umfeld des Emirs, die versucht hat zu fliehen. Im Jahr 2000 floh Makhtoums Tochter Shamsa von einem Grundstück ihres Vaters in England, kurz darauf wurde sie in Cambridge entführt und offenbar nach Dubai geflogen. Dort verbrachte sie acht Jahre im Gefängnis. Erst im vergangenen Jahr scheiterte die Flucht von Maktoums Tochter Latifa, als diese sich nach Indien absetzen wollte. In einem vorab gedrehten Video berichtete Latifa von ihrem Leben am Hof: jede Menge Luxus, aber keinerlei Freiheit.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!