• Kultur
  • Soko »Schwarzer Block«

Ermittlungen im rechtsfreien Raum

Die Soko »Schwarzer Block« nutzt ausgiebig eine neue Gesichtserkennungssoftware bei der Fahndung nach potenziellen Straftätern - ohne gesetzliche Regelung.

  • Von Gaston Kirsche
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Auch nach zwei Jahren fahndet sie unbeirrt weiter, die als Sonderkommission »Schwarzer Block« eingerichtete Ermittlungsgruppe des Hamburger Staatsschutzes. Mit ihrer am Dienstag gestarteten sechsten Öffentlichkeitsfahndung hat sie nun insgesamt bereits knapp 350 Porträtfotos von Verdächtigen ins Internet gestellt und an die Presse gegeben. Die meisten Fotos wurden mit Hilfe des 2017 nach den G20-Protesten eigens gekauften Computerprogramms »videmo 360« aus Aufnahmen von Überwachungskameras generiert. Die Gesichtserkennungssoftware kann ausnahmslos alle Gesichter von Menschen, die sich in dem umfangreichen Video- und Bildmaterial finden, biometrisch verarbeiten. Dabei werden markante Punkte des menschlichen Gesichts durch die Software ausgelesen und als abgleichbare mathematische Modelle, fachsprachlich »Gesichtstemplates« oder »Gesichts-IDs«, abgespeichert.

Bild- und Videomaterial im Umfang von insgesamt 100 Terabyte sammelte die ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.