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Klimaschutz gegen Armut

Kurt Stenger über die Entwicklungsziele der UNO

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

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Frauen tragenecyclingfähige Materialien, die sie auf einer Deponie in Abidjan (Elfenbeinküste) aufgesammelt haben.
Frauen tragenecyclingfähige Materialien, die sie auf einer Deponie in Abidjan (Elfenbeinküste) aufgesammelt haben.

Sie hoffe, dass alle Staaten ihre Maßnahmen nun beschleunigen werden, sagt Inga Rhonda King, die Chefin des UN-Wirtschafts- und Sozialrates. Es ist ein wichtiger, wenngleich frommer Appell an die Teilnehmer des jährlichen Treffens, bei dem die Umsetzung der 17 nachhaltigen UN-Entwicklungsziele (SDGs) überprüft wird. Zwar gibt es in einigen Regionen Fortschritte bei der Armutsbekämpfung, doch das Ziel, die extreme Armut bis 2030 weltweit zu beseitigen, liegt in ebenso weiter Ferne wie ein verbesserter Zugang zu Bildung und Gesundheitssystemen, die Beseitigung der Diskriminierung von Frauen oder mehr Umweltschutz. Finanzprobleme in armen Ländern, Knausrigkeit der Geberländer, aber auch mehr Nationalismus sind einige der Gründe.

Selbst die bereits unter den früheren UN-Millenniumszielen erreichten Fortschritte könnten zunehmend in Gefahr geraten, wenn sich der Klimawandel ungebremst fortsetzt und die Vorhersagen der Klimaforscher bewahrheiten. Schon jetzt sind viele Menschen nicht nur vor Bürgerkrieg und Perspektivlosigkeit auf der Flucht, sondern auch vor den Dürre- und Überflutungsfolgen. Wie immer im Kapitalismus trifft es die Armen - Regionen und Menschen - besonders hart, während sich die Wohlhabenden weit besser zu schützen verstehen.

Dies ist ein weiteres Argument für massiv verstärkte Klimaschutzanstrengungen besonders der Industriestaaten: Sie sind auch unverzichtbar für die Armutsbekämpfung.

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