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Italien baut Zusammenarbeit mit umstrittener libyscher Küstenwache aus

Rom will, dass Bootsflüchtlinge im Bürgerkriegsland bleiben / Conte will mit tunesischer Regierung verhandeln

  • Lesedauer: 1 Min.

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Die libysche Küstenwache bringt Bootsflüchtlinge zurück nach Libyen zurück. Ihnen droht Folter in dem Bürgerkriegsland. Trotzdem setzt Italien, aber auch die EU auf eine Zusammenarbeit mit dem Bürgerkriegsland.
Die libysche Küstenwache bringt Bootsflüchtlinge zurück nach Libyen zurück. Ihnen droht Folter in dem Bürgerkriegsland. Trotzdem setzt Italien, aber auch die EU auf eine Zusammenarbeit mit dem Bürgerkriegsland.

Rom. Italien baut zum Eindämmen der Migration von Bootsflüchtlingen über das Mittelmeer die umstrittene Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache aus. Um Migration zu bekämpfen, werde die italienische Regierung die Küstenwache mit Material und Training noch mehr unterstützen, teilte die rechte Regierung in Rom am Mittwochabend mit.

Der von der EU unterstützte Deal sieht vor, dass die Libyer Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Europa auf dem Mittelmeer abfangen und wieder in das Bürgerkriegsland zurückbringen. Er ist hoch umstritten, weil Migranten in dem Land schwerste Misshandlungen drohen.

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Die Zahl der Ankünfte in Italien hat sich seit der Vereinbarung drastisch verringert. Jedoch kommen mehr Menschen mit kleinen Booten selbstständig an den italienischen Küsten an - vor allem aus Tunesien.

Ministerpräsident Giuseppe Conte werde daher Gespräche mit dem tunesischen Premier Youssef Chahed aufnehmen, wie die Küste des nordafrikanischen Landes besser geschützt werden könne, hieß es in der Mitteilung.

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