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Kampagne für Neubau gestartet

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 2 Min.

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»Berlin baut auf Dich«, unter diesem Motto startete am Donnerstag eine Kampagne der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die den Berlinern den Neubau von Wohnungen schmackhafter gemacht werden soll. Eine »Mitbaustelle« genannte mobile Ausstellung in einem halboffenen Container informiert über herausragende Neubauprojekte, gibt Antworten zu Gemeinwohlaspekten und betont, dass der Senat auf die Sicherung bezahlbarer Mieten sowohl im Bestand als auch im Neubau setzt.

Immerhin 41,5 Prozent der Berliner Haushalte haben Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein, die regionale Verteilung weist dabei große Unterschiede auf. Im Spitzenreiter Neukölln haben fast 52 Prozent der Haushalte Anspruch auf eine Sozialwohnung, Pankow weist mit knapp über 30 Prozent die niedrigste Quote auf. Klar ist auch, dass die rund 100 000 bestehenden Sozialwohnungen bei Weitem nicht ausreichen, genauso wie der Gesamtbestand der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften von derzeit ziemlich genau 310 000 Wohnungen.

»Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben derzeit in 390 Projekten nahezu 50 000 Wohnungen in Planung«, sagt Snezana Michaelis, Vorständin der Gewobag und stellvertretende Sprecherin der Landeseigenen. 26 000 davon sollen bis Ende 2021 fertig werden. »Dabei müssen wir auf das Wohl der Allgemeinheit schauen und nicht so sehr auf das Wohl des Einzelnen«, macht sie am ersten Standort der Ausstellung deutlich.

»Das Neubauklima wird häufig als nicht ganz euphorisch beschrieben«, erklärt Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (LINKE). »Um das zu ändern müssen wir transparent und nachvollziehbar kommunizieren.« In den vergangenen Jahren hätten die Berliner »die Erfahrung gemacht, dass zwar viel gebaut wurde, sie davon aber kaum profitieren konnten«, räumt sie ein. Doch mittlerweile habe sich das durch die ausgeweiteten Bauaktivitäten der landeseigenen Wohnungsgesellschaften sowie die Anwendung des Berliner Modells, das Bauherren bei größeren Projekten verpflichtet, 30 Prozent geförderten Wohnraum zu erstellen, geändert, ist Lompscher überzeugt.

Bis zum Sonntag wird nachmittags am Standort Rosa-Luxemburg-Platz nicht nur informiert, sondern auch diskutiert. Diesen Freitag von 16 bis 18 Uhr zum Thema, ob Neubau ohne Verdrängung möglich ist, unter anderem mit Wohnen-Staatssekretär Sebastian Scheel (LINKE), dem Geschäftsführer der des Berliner Mietervereins, Reiner Wild, sowie Vertretern des Mietshäuser Syndikats und des zur vonovia gehörenden Bauträgers BUWOG.

www.bau.berlin.de

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