Mit Brief, Pass und Baby

Die ägyptische Schauspielerin Abeer kämpft sich durch die deutsche Bürokratie

  • Von Inga Dreyer
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Sechs Wochen können sich wie eine Ewigkeit anfühlen. Vor allem, wenn die Zukunft auf dem Spiel steht. Als Abeer Anfang Februar dieses Jahres aus Kairo nach Berlin fliegt, weiß sie noch nicht, wie es weitergeht. Sie ist im vierten Monat schwanger und möchte zu ihrem Mann nach Deutschland ziehen, der wie sie aus Ägypten stammt und in Berlin im Baumanagement arbeitet. Abeer weiß, dass es dauern kann, ehe sie Antwort auf ihren Visumsantrag bekommt. Das Problem: Bis dahin nimmt die Krankenversicherung ihres Mannes sie nicht auf. Sie selbst hat zwar eine Auslandskrankenversicherung für ihren Aufenthalt abgeschlossen. »Aber die gilt nur für Notfälle - beispielsweise wenn ich einen Unfall hätte«, erklärt Abeer. Routineuntersuchungen während der Schwangerschaft sind nicht abgedeckt.

Abeer ist Schauspielerin und Sängerin. Die 34-Jährige mit den kleinen Kringellocken strahlt etwas Ruhiges und Entschlossenes aus, als könne sie wenig aus der F...


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