Wer ist Narzisst?

Der Schriftsteller Richard Schuberth analysiert Donald Trumps Charakterzug.

  • Von Sama Maani
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

In einem Beitrag der Deutschen Welle, in der Donald Trump - wieder einmal - eine »narzisstische Persönlichkeitsstörung« attestiert wurde, meinte die Psychotherapeutin Bärbel Wardetzki: »Die Angst, die dieser Störung zugrunde liegt, ist, ›ich bin nicht gut genug‹ - und die kann existenziell sein [...] Oft handelt es sich um ausgebeutete Kinder, die einem ganz bestimmten Bild entsprechen mussten. Sie beziehen ihren Selbstwert von äußeren Dingen: Macht, großen Autos oder wichtigen Positionen. Aber darunter verbirgt sich ein emotional verwahrlostes Kind, das nie die Zuwendung erfahren hat, die es eigentlich gebraucht hätte.«

Die - mittlerweile zur Allerweltsweisheit verkommene - Formel »Narzissten haben als Kinder zu wenig Empathie erfahren« geht auf Theorien der klassischen psychoanalytischen Autoren Otto F. Kernberg und Heinz Kohut zurück. Beide nahmen an, dass Subjekte, die in der frühen Kindheit wenig Empathie erfahren haben, ein ...


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