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Festnahme nach Schüssen auf Nezar M.

Gegen einen Tatverdächtigen ergeht Haftbefehl wegen versuchten Raubmordes / Ein weiterer Täter wird von der Polizei gesucht

  • Lesedauer: 2 Min.

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(Symbolbild)Ein Spätkauf in Berlin: Nach den Schüssen auf den Späti-Inhaber Nezar M. wurde jetzt ein Tatverdächtiger festgenommen.
(Symbolbild)Ein Spätkauf in Berlin: Nach den Schüssen auf den Späti-Inhaber Nezar M. wurde jetzt ein Tatverdächtiger festgenommen.

Nach dem brutalen Überfall auf den Spätkauf Inhaber Nezar M. in Berlin-Charlottenburg sitzt ein 27 Jahre alter Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Der Mann war nach Polizeiangaben am späten Freitagabend in der Röntgenstraße festgenommen worden. Keine 24 Stunden später erging Haftbefehl wegen versuchten Raubmordes, wie die Berliner Generalstaatsanwaltschaft twitterte. Weiter gesucht wird der Begleiter des mutmaßlichen Täters.

Nezar M., der 35-jährige Inhaber des Ladens, gab in der Nacht zu Mittwoch über seinen Laptop der ausländischen Sendung »Roj« gerade ein Live-Interview. Plötzlich blickte M. zur Seite, die Kamera wackelte. Man hörte eine deutsche Stimme »Yalla, jetzt« sagen. Dann ertönte unvermittelt ein Schuss aus nächster Nähe. Das ergibt sich aus »nd« vorliegenden Videos. Zwei Männer hatten auf ihn geschossen und konnten anschließend flüchten. Das Opfer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus und wurde dort notoperiert.

Danach vermutete die Kurdische Gemeinde Deutschland, es habe sich um eine politische Tat gehandelt. Nach Angaben des Vereins handelte es sich bei dem Opfer um einen kurdischen Kiosk-Besitzer. »Neben politischen Motiven lassen sich derzeit auch eine Raubtat oder andere persönliche Motive nicht ausschließen«, stellte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft daraufhin fest.

Lesen sie auch zum Thema: Anschlag auf Späti-Besitzer. Betroffener war offenbar politisch aktiver kurdischer Syrer - Was war das Motiv? Von Sebastian Bähr

Medienberichten zufolge kann ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. Nach Recherchen der »Berliner Zeitung« soll das Anschlagsopfer bis zum Jahr 2009 kurdische Kämpfer in Syrien militärisch ausgebildet haben. Auf welchen Erkenntnissen diese Aussage basiert, ist jedoch unklar. Lange Zeit habe sich M. darüber hinaus im Internet politisch engagiert, vor allem in der Kurdenfrage. dpa/nd

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