Badeanstalt mit Barockkulisse

Potsdam lässt im August den Stadtkanal in der Yorkstraße fluten - zum 15. Kanalsprint der Kanuten und als Plansche

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Zu den großen Kuriositäten Potsdams zählt zweifellos der Umgang der Landeshauptstadt mit dem historischen Erbe des Stadtkanals. Er war 1945 beschädigt worden, wurde von Trümmerschutt geräumt und gespült, aber schließlich 1965 zugeschüttet. Die letzte der neun Brücken wurde 1971 abgerissen. In der einst herrschaftlichen Yorckstraße etwa diente der so entstandene Grünstreifen Bewohnern und Besuchern gratis als willkommener Pkw-Parkstreifen.

In den Erinnerungen der älteren Potsdamer halten sich romantische Verklärung und Abscheu ebenso die Waage wie der Wunsch nach Wiedergewinnung des einst an die zwei Kilometer langen Wasserlaufs und deren brüske Ablehnung. Künstliche Entwässerungsgräben gab es dort schon seit dem 12. Jahrhundert; von einem richtigen Stadtkanal ist eigentlich erst seit 1722 die Rede. Doch bereits 1809 forderten Anwohner dessen umgehende Zuschüttung wegen der Geruchsbelästigung.

Und so ist der Stadtkanal nur in Teilen nach ...


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