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Kein Poggenburg in Connewitz

Ex-AfD-Rechtsaußen André Poggenburg muss zum vierten Mal klein beigeben / Leipzig untersagt rechten Aufmarsch

  • Lesedauer: 2 Min.

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Blick in die Wolfgang-Heinze-Straße im Stadtteil Connewitz in Leipzig.
Blick in die Wolfgang-Heinze-Straße im Stadtteil Connewitz in Leipzig.

Leipzig. Die Stadt Leipzig hat eine für Mittwochabend geplanten Aufmarsch des Chefs der Partei »Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland«, André Poggenburg, im Stadtteil Connewitz kurzfristig untersagt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Gefahrenprognose müsse die Kundgebung auf den Simsonplatz im Zentrum beschränkt bleiben, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Damit ist der Ex-AfDler zum vierten Male mit dem Versuch gescheitert, einen Aufmarsch in dem links geprägten Stadtteil Connewitz abzuhalten.

Poggenburg akzeptierte die Entscheidung. »In Absprache mit der Versammlungsbehörde der Stadt werden wir der Verlegung der Versammlung auf den Simsonplatz noch einmal folgen«, teilte er mit. Poggenburg hatte die Aufzüge mit seinem Gefolge bereits mehrfach auf dem Platz vor dem Bundesverwaltungsgericht abhalten müssen. Nur wenige Dutzend Teilnehmer kamen jeweils.

Nach einem Bescheid der Stadt vom vergangenen Freitag, wonach die Versammlung in Connewitz hätte stattfinden dürfen, hatte sich die Polizei mit einem Großaufgebot vorbereitet. Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei und aus anderen Bundesländern sollten die Leipziger Beamten unterstützen.

Der Bescheid sei am Mittwoch geändert und eine neue Verfügung erlassen worden, weil Aufrufen auf der - unter anderem von Linksautonomen genutzten - Internetplattform Indymedia bereits Folge geleistet worden sei, so die Stadt. Sperrmüll sei auf den Straßen angehäuft worden. Außerdem seien Depots von Pflastersteinen angelegt worden. Außerdem habe es in den vergangenen Stunden bereits Brandstiftungen im öffentlichen Raum in Connewitz gegeben. dpa/nd

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