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Angola: Verschwundene Milliarden

Der neue Präsident João Lourenço übt sich in Imagepflege. Von Martin Ling

An Lobeshymnen für João Lourenço fehlt es in westlichen Medien nicht: Nachdem er 2017 zum Nachfolger des 38 Jahre amtierenden Präsidenten José Eduardo dos Santos gewählt wurde, dauerte es nicht lange, bis er sich einen Ruf als harter Korruptionsbekämpfer erwarb. Auf den ersten Blick durchaus zu Recht: Schnell ging er gegen große Fische der seit der Unabhängigkeit von Portugal 1975 regierenden MPLA vor, der Lourenço selbst angehört. Er begann mit dem Vorsitzenden der staatlichen Diamantengesellschaft Endiama. Dann kam die Familie seines Vorgängers Eduardo dos Santos an die Reihe: die Tochter Isabel, Chefin der staatlichen Ölfirma Sonangol, sowie ihr Bruder José Filomeno, Vorsitzender des aus Ölgeldern gespeisten Staatsfonds.

Nach Berechnungen der Katholischen Universität in Luanda verschwanden zwischen 2002 und 2015 fast 30 Milliarden Dollar aus dem Staatshaushalt. Sie landeten bei den Generälen, der Partei und der Familie des Präsident...


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