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Eine Abwahl des Establishments

Die Politikverdrossenheit der ukrainischen Bevölkerung öffnet Raum für neue Parteien, doch der von ihnen versprochene Wandel bleibt oberflächlich

  • Von Felix Jaitner
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die ukrainischen Parlamentswahlen haben das politische System des Landes gründlich umgepflügt. Drei der fünf Parteien in der künftigen Werchowna Rada - die Wahlsiegerin »Diener des Volkes«, die als »pro-russisch« geltende »Organisationsplattform« und die »Stimme« des Rocksängers Swjatoslaw Wakartschuk - wurden erst im Laufe des vergangenen Jahres gegründet. 50 bis 70 Prozent der künftigen Abgeordneten sind politische Neulinge. Die kürzlich in »Europäische Solidarität« umbenannte Partei des Oligarchen Petro Poroschenko hat erst eine vollständige Legislaturperiode hinter sich. Einzig Julia Timoschenkos »Vaterland« gelang von den Altparteien der Wiedereinzug ins Parlament. Damit wird deutlich: Der durch die Maidan-Proteste ausgelöste gesellschaftliche Umbruchsprozess in der Ukraine ist noch nicht beendet.

Doch die Abwahl der etablierten Parteien ist auch ein Zeichen der Politikverdrossenheit in der ukrainischen Bevölkerung - wenn sie denn...


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