Ein Haus, das alles weiß

Wenn der Berliner Himmel weint: »Gott wohnt im Wedding« von Regina Scheer

  • Von Thomas Bruhn
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Ein altes Haus in Berlin erzählt. Über seine Bewohner und über die Zeiten. Erbaut wurde es um 1890, in der Zeit, die wir gern Gründerzeit nennen und wie durch ein Wunder hat es Krieg und Frieden überstanden. Es ist kein Haus für feine Leute. Wer hier einzog, hatte keine andere Wahl. Das Haus steht im Wedding, einer Gegend der Hundehaufen und der ungehobelten Menschen. Dieses Haus erzählt Geschichten über Berliner und Einwanderer aus Osteuropa, die in den umliegenden Fabriken, bei Schwartzkopff, Schering, Osram oder der AEG, Arbeit fanden. In seinen Wänden wurde deutsch, polnisch, russisch, kroatisch und rumänisch gesprochen. Hier musste jeder mit jedem auskommen. Schmelztiegel oder multikulturell nennt man das wohl.

Schon einige Male ist das Panorama einer Zeit entworfen worden, indem die Geschichten der Bewohner einer Straße oder eines Hauses aufgeschrieben wurden; von Wilhelm Raabe bis Irina Liebmann, Andreas Ulrich und Dieter Krause ...


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