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Eine starke Zweckehe?

Russland und Iran kämpfen im Nahen Osten eher gegen gemeinsame Gefahren als für gemeinsame Ziele

  • Von Pjotr A. Kortunow
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Viele Experten sind der Meinung, dass bei der Rückkehr Russlands in den Nahen Osten 2015 mit Iran eine Art »Zweckehe« vereinbart wurde, das heißt eine Kooperation zur Erreichung gemeinsamer Ziele in der Region. Diese bestehen darin, die Regierung Baschar al-Assads in Syrien vor dem Sturz zu bewahren und der Ausbreitung von Extremismus entgegenzutreten. Dabei brauchte jede Seite die andere: Iran nahm an den Kampfhandlungen am Boden teil, während Russland vor allem Luftunterstützung leistete. Diese Symbiose von Boden- und Luftoperationen spielte eine Schlüsselrolle beim Sieg über die syrische Opposition und terroristische Gruppierungen.

Nun jedoch gibt es das Risiko, dass die Interessen Russlands und Irans in der Region schrittweise auseinandergehen, stellenweise sogar aufeinanderstoßen, was Zweifel hinsichtlich der weiteren Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorruft. Für Moskau hat die Erhaltung einer weitgehend stabilen Situat...


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