Mit nützlichen kleinen Dingen helfen

Die Soli-Produkte des nd-Shops sind bei den Leserinnen und Lesern gefragt

Von Sabine Fielow

Sind Sie Kaffeetrinker? Dann werden Sie den »Macht wach!«-Kaffee, den der nd-Shop seit einem halben Jahr anbietet, bestimmt schon probiert haben. Denn den Muntermacher - in eigener Röstung für »neues deutschland« - kann man mit wirklich gutem Gewissen genießen. Mit jeder verkauften Tüte werden die Frauen der Kooperative »Aprolma« in Honduras unterstützt.

Wir vom nd-Shop sind neugierig geworden: Wie viele Päckchen wurden bereits verkauft? Wird der »Macht wach!«-Kaffee für den Eigenbedarf bestellt oder um anderen eine Freude zu bereiten? Warum haben sich die Leserinnen und Leser zum Kauf beim »nd« entschieden? Und: Wie schmeckt der Kaffee? Haben wir zu viel versprochen? Wir haben bei passionierten Kaffeetrinkern nachgefragt.

Reinhardt Koblischke aus Aschersleben bekommt der Kaffee sehr gut, zwei Tassen vormittags und zwei am Nachmittag trinkt er jeden Tag. Ihm ist Qualität wichtig, und die schmecke man: »Ja, der Kaffee schmeckt gut, den werde ich weiterhin kaufen. Ach ja, das können Sie gleich als Bestellung betrachten. Ich nehme die große Packung, 500 Gramm.« Für Annelore Müller aus Luckenwalde ist es wichtig, wo die Produkte herkommen und wer damit unterstützt wird.

»Jeder Schluck hilft Familien in Honduras« - von dieser Aussage in der »nd.Commune« vom 29. Dezember 2018 fühlte sich Lenore Grothe sofort angesprochen. Sie selbst lebte fünf Jahre im Nachbarland Nikaragua, die Bedingungen in Honduras seien sicher ähnlich. Für Honduras wird nicht viel getan, doch die Frauenkooperative »Aprolma« setzt sich für die Rechte der Frauen vor Ort ein. »Wenn man mit kleinen Dingen hilft, kann etwas für die Menschen vor Ort getan werden. Und wenn man das mit Kaffee erreichen kann, dann unterstütze ich das gerne«, sagt Lenore Grothe. Sie ist von Berlin aufs Dorf gezogen und freut sich, dass das »nd« von gelebter Solidarität berichtet und sie dadurch wieder helfen kann. Ihr Fazit: »Der Kaffee wird in Honduras geerntet und in Berlin geröstet - das ist was ganz Besonderes.«

In Zahlen ausgedrückt, wurden bisher 80 Kilogramm Kaffee im nd-Shop bestellt und verschickt. Bezogen auf unsere vielen Leserinnen und Leser mag das nicht viel klingen, für die Frauen vor Ort in Honduras ist es direkte solidarische Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben. Bitte unterstützen Sie die Frauenkooperative »Aprolma« auch weiterhin, Sie können den Kaffee online: www.nd-shop.de, per Telefon: (030) 2978-1654 und -1777 oder bei einem Besuch im Lesecafé »Babett« am Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin erwerben - dort sogar frisch aufgebrüht.

In den Telefonaten mit den Leserinnen und Lesern des »nd« wurde immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, regionale Anbieter zu unterstützen, hilfreich zu sein für Kooperativen vor Ort - nicht nur über Solidarität zu reden und zu schreiben, sondern diese auch zu leben.

Mit seinem Angebot unterstützt der nd-Shop verschiedene Firmen und Einrichtungen. Die Soli-Produkte kommen aus Griechenland, Frankreich, Honduras, Italien - und sogar aus Brandenburg.

Angefangen hat es mit den Vio.Me-Seifen »Classic« und »Lavendel«, hinzu kam das schmackhafte Olivenöl. Ergänzt wurde die Produktpalette durch die Vio.Me-Flüssigseife - alles Produkte aus Griechenland. Wie Sie wissen, hat sich die Situation mit der Abwahl von Alexis Tsipras geändert - unsere Hilfe ist wichtiger denn je.

In Frankreich wurde eine Fabrik 1336 Tage besetzt, von dort kaufen wir den gleichnamigen Tee »1336«, um die entstandene Arbeiterkooperative »SCOP-Tí« zu unterstützen.

Quasi vor unserer Haustür im brandenburgischen Land gibt es die Christophorus-Werkstätten in Fürstenwalde, die behinderten Menschen eine sinnerfüllte Arbeit bieten. Von dort kommen zum Beispiel das wunderschöne Keramikgeschirr, Nistkästen und Insektenhotels.

Was würden Sie zu Rotwein und Spaghetti sagen? Kann man damit Projekte unterstützen, könnte eine berechtigte Frage lauten. Ja, und zwar gleich zwei italienische Kooperativen.

Die 1978 gegründete Kooperative »IRIS« gehört zu den Pionieren des Ökolandbaus in Italien und produziert unter anderem Bio-Weizen-Nudeln. Der passende Rotwein dazu kommt von der Kommune »Urupia«, die Deutsche und Italiener im Süden Italiens, in Salento, gegründet haben. Sie fanden sich zusammen, um ihre Idee von einem selbstbestimmten Leben in einer landwirtschaftlichen Region umzusetzen. Für kurze Zeit können Sie bei uns vier ausgewählte Produkte von »IRIS« und »Urupia« kaufen.

In einer Zeit, in der es zahlreiche Projekte gibt, die es wert sind, unterstützt zu werden, ist es schwierig, allen zu helfen. Wenn Sie ein ganz besonderes Projekt kennen, wo es richtig wäre, dass wir da genauer hinschauen, mit ihnen ins Gespräch kommen, es allen Leserinnen und Lesern vorstellen, dann freuen wir uns über Ihre Hinweise. Bitte bedenken Sie, die Produkte sollten zu uns passen.