Ein Bärendienst für die Kleinbauern

Der Bananen-Preiskampf in den hiesigen Supermärkten geht auf Kosten der Produzenten in Ecuador

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

William Justavino trägt einen Stapel leere Kartons nach dem anderen in das Lagerhaus der Genossenschaft La Libertad. Bis hoch an die Decke stapeln die fünf, sechs Genossen, die gemeinsam mit ihm den Lkw ausräumen, die gefalteten Pappen mit dem Fairtrade-Logo und dem Schriftzug Banafair. Der in Gelnhausen bei Frankfurt am Main ansässige Bananenimporteur beliefert die Weltläden in Deutschland und ist wichtigster Abnehmer der 27 Mitglieder zählenden Kleinbauern-Genossenschaft aus dem Cantón Balao in Ecuadors Süden. »Banafair garantiert uns seit fast 20 Jahren die Abnahme unserer Biobananen zu einem fairen Preis«, erklärt Justavino. Der liege bei 8,20 US-Dollar pro Karton. Zusätzlich gebe es einen US-Dollar Prämie für die Durchführung sozialer Projekten.

Der stämmige Bauer mit dem grauen Strähnen im struppigen Haar baut auf sechs Hektar Bananen, etwas Kakao sowie Obst an. Einmal pro Woche wird geerntet, dafür holt sich Justavino Unter...


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