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Pingpong des Geldes

Simon Poelchau über den Währungsstreit zwischen den USA und China

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

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Währungsstreit: Pingpong des Geldes

Eigentlich müsste es US-Präsident Donald Trump wissen: Im Pingpong ist China unschlagbar. Deswegen folgt auf jeden US-Schlag im Handelskrieg immer gleich ein Konter aus Fernost. Mit dem nun durch die Abwertung des Yuan neu entfachten Währungskrieg zwischen beiden Staaten ist es nicht anders. Donald Trump sprach da gleich von Währungs»manipulationen« - die Zentralbank der Volksrepublik konterte, der Yuan werde nur auf einem angemessenen, ausgewogenen Niveau gehalten.

In der Tat legt die chinesische Notenbank zwar die Wechselkurse des Yuan aktiv fest, was westliche Notenbanken nicht tun, die die Kurse ihrer Währungen »frei« weitgehend den Kräften der Finanzmärkte überlassen. Doch es greift zu kurz, im chinesischen Fall von »Manipulationen« zu sprechen und in anderen Fällen nicht. Denn auch die US-Notenbank Fed und die EZB können die Wechselkurse von Dollar und Euro beeinflussen. Indem sie nämlich die Leitzinsen senken oder anheben.

Ersteres hat die Fed nach langem Drängen von Trump erst vor einer Woche getan, was den Dollar gegenüber anderen Währungen tendenziell verbilligt. Dem US-Präsidenten ging die Zinssenkung nicht weit genug. Insofern hat denn auch Trump mit den »Manipulationen« und dem jetzigen Währungskrieg angefangen. China hat nur den Ball zurückgespielt.

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