Freiwillige im Moor

Der Nationalpark Jasmund muss renaturiert werden - ohne Hilfe von 80 Menschen zwischen 18 und 78 ist das nicht möglich

  • Von Birgit Sander, Sassnitz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mit Hacke und Spaten machen sich 80 Freiwillige auf Rügen in diesem Sommer an die Arbeit: im trockengelegten Moor im Nationalpark Jasmund, im Hinterland der berühmten weißen Kreidefelsen wie dem Königstuhl. Durch die Muskelkraft der Männer und Frauen soll das Moor seinen natürlichen nassen Zustand wiedererlangen. Die Renaturierung ist ein Muss für den Nationalpark. Die Moorflora und -fauna mit Sonnentau, Torfmoosen, Wollgras und Moosbeere, mit Rotbauchunke, Kammmolch und Springfrosch soll zurückkehren, wie Nationalparkleiter Ingolf Stodian sagt. Deutschlandweit seien mehr als 95 Prozent der Moore zerstört. Torf war einst Heizmaterial und wird nach wie vor für Gartenerde abgebaut, große Flächen wurden für die landwirtschaftliche Nutzung entwässert.

Ein weiterer, aber im Nationalpark nicht der wichtigste Grund für die Renaturierung, ist der Klimaschutz. Nur wassergesättigtes Moor zersetzt sich nicht und gibt kein Kohlendioxid an die Atmos...


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