Sturmgewehre und politische Blockaden

Die meisten US-Bürger sind für schärfere Waffengesetze. Doch auch die Demokraten verhalten sich zögerlich.

  • Von Max Böhnel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

61 Prozent der US-Amerikaner sähen einer Gallup-Umfrage vom Oktober 2018 zufolge gerne schärfere Waffengesetze. Bei den Demokraten sind es sogar 87 Prozent. Die Zahlen gehen seit Jahren stetig nach oben. Doch im Gegensatz zu den großen Würfen, die progressive Demokraten in der Partei zumindest diskussionswürdig machen konnten - etwa den Green New Deal oder eine allgemeine Krankenversicherung -, weisen die Vorschläge für stärkere Waffenkontrollen keinen reformerischen Biss auf. Vielmehr stellen demokratische Politiker seit einem Vierteljahrhundert ähnliche Forderungen, die sie zudem nicht sonderlich offensiv vertreten.

Am Thema Waffenkontrolle will sich keiner mit Forderungen, die als zu radikal wahrgenommen werden könnten, die Finger verbrennen. Dahinter stecken mehrere Erwägungen. Viele Demokraten gehen von der Existenz eines ideologisch geformten Wählerblocks aus, der aufgrund der sozialen Stellung »klassisches« demokratisches K...


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