Rätsel um die »Gorch-Fock-Werft«

Drei Kaufinteressenten für das Elsflether Unternehmen im Gespräch, darunter auch die Lürssen-Gruppe

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Seit Juli befindet sich die »Gorch Fock« bei der Fassmer Werft auf dem Trockenen.

»Ach so, Sie meinen die ›Gorch-Fock-Werft‹«. Nicht selten ist dieser Satz von Gesprächspartnern zu hören, wenn über die ungewisse Zukunft, über einen möglichen Verkauf der seit 1916 im Schiffsbau engagierten Elsflether Werft geredet wird. Hat doch das traditionsreiche niedersächsische Unternehmen in jüngerer Zeit kaum durch seinen Standort an der Weser unweit Bremerhavens, wohl aber durch einen spektakulären Großauftrag Bekanntheit weit über Niedersachsen hinaus erlangt: die Renovierung der »Gorch Fock II«, des maroden Segelschulschiffes der Bundesmarine.

Ein umstrittenes Projekt, warnten doch auch Fachleute. Der im Jahr 1958 in Dienst gestellte Renommierkahn sei derart hinfällig, dass es besser sei, ihn entweder abzuwracken oder ins Museum zu stellen. Eine gute Restaurierung würde zu teuer. Doch die unlängst noch amtierende Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und auch einige Militärs bissen sich an dem Vorhaben fest, da...

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