Werbung

Deliveroo stellt Dienst in Deutschland ein

Britischer Essenslieferdienst will auf anderen Märkten weltweit expandieren

  • Lesedauer: 2 Min.

Berlin. Der Essenslieferdienst Deliveroo stellt noch in dieser Woche seinen Dienst in Deutschland ein. In einer Mitteilung an die Kunden schrieb das britische Unternehmen am Montag, dass diese Entscheidung »nicht einfach« gewesen und »nicht leicht gefallen« sei. Dennoch wolle sich Deliveroo nun darauf konzentrieren, »seine Aktivitäten in anderen Märkten auf der ganzen Welt auszubauen«.

Deliveroo habe sich zum Ziel gesetzt, »Kunden, Fahrern und Restaurants einen herausragenden Service zu bieten«. Dort, wo das nicht auf dem gewünschten Niveau realisierbar sei, »sind wir nicht tätig«. Bis einschließlich diesen Freitag bietet Deliveroo demnach seinen Dienst noch an, dann wird er eingestellt. Guthaben auf dem Kundenkonto werden zurückerstattet. Außerdem will Deliveroo seine Fahrer und Angestellten abfinden.

Kurz nachdem die Nachricht im Umlauf waren, taten zahlreiche Twitter-User ihre Freude kund. Viele kritisierten die schlechte Bezahlung der Radfahrer, die für das Unternehmen das Essen ausfahren.

Deliveroo konkurriert mit seinem Geschäftsmodell mit mehreren weiteren Anbietern in Deutschland, darunter Lieferando. Die Dienste fahren auf Bestellung zu Partnerrestaurants, holen dort fertige Gerichte ab und bringen sie den Kunden nach Hause. Zur Begründung, den Dienst in Deutschland einzustellen, verwies das Unternehmen auf andere, deutlich lukrativere Märkte weltweit. Allerdings schloss Deliveroo nicht aus, auf den deutschen Markt zurückzukehren.

In Frankreich machte das Unternehmen kürzlich mit Protesten seiner Fahrer auf sich aufmerksam. Sie riefen die Kunden vergangene Woche zu einem eintägigen Boykott auf und organisierten Veranstaltungen, um gegen ihre Bezahlung zu protestieren. AFP/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!