Werbung

Deliveroo stellt Dienst in Deutschland ein

Britischer Essenslieferdienst will auf anderen Märkten weltweit expandieren

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein Fahrer mit einer Deliveroo-Auslieferungsbox, aufgenommen bei einer Kundgebung gegen schlechte Arbeitsbedingungen beim Essenslieferdienst Deliveroo.
Ein Fahrer mit einer Deliveroo-Auslieferungsbox, aufgenommen bei einer Kundgebung gegen schlechte Arbeitsbedingungen beim Essenslieferdienst Deliveroo.

Berlin. Der Essenslieferdienst Deliveroo stellt noch in dieser Woche seinen Dienst in Deutschland ein. In einer Mitteilung an die Kunden schrieb das britische Unternehmen am Montag, dass diese Entscheidung »nicht einfach« gewesen und »nicht leicht gefallen« sei. Dennoch wolle sich Deliveroo nun darauf konzentrieren, »seine Aktivitäten in anderen Märkten auf der ganzen Welt auszubauen«.

Deliveroo habe sich zum Ziel gesetzt, »Kunden, Fahrern und Restaurants einen herausragenden Service zu bieten«. Dort, wo das nicht auf dem gewünschten Niveau realisierbar sei, »sind wir nicht tätig«. Bis einschließlich diesen Freitag bietet Deliveroo demnach seinen Dienst noch an, dann wird er eingestellt. Guthaben auf dem Kundenkonto werden zurückerstattet. Außerdem will Deliveroo seine Fahrer und Angestellten abfinden.

Kurz nachdem die Nachricht im Umlauf waren, taten zahlreiche Twitter-User ihre Freude kund. Viele kritisierten die schlechte Bezahlung der Radfahrer, die für das Unternehmen das Essen ausfahren.

Deliveroo konkurriert mit seinem Geschäftsmodell mit mehreren weiteren Anbietern in Deutschland, darunter Lieferando. Die Dienste fahren auf Bestellung zu Partnerrestaurants, holen dort fertige Gerichte ab und bringen sie den Kunden nach Hause. Zur Begründung, den Dienst in Deutschland einzustellen, verwies das Unternehmen auf andere, deutlich lukrativere Märkte weltweit. Allerdings schloss Deliveroo nicht aus, auf den deutschen Markt zurückzukehren.

In Frankreich machte das Unternehmen kürzlich mit Protesten seiner Fahrer auf sich aufmerksam. Sie riefen die Kunden vergangene Woche zu einem eintägigen Boykott auf und organisierten Veranstaltungen, um gegen ihre Bezahlung zu protestieren. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!