• Politik
  • Freihandel mit der Ukraine

Nutznießer ist das Agro-Business

EU-Parlamentarier Helmut Scholz über die Folgen des EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine

  • Von Felix Jaitner
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Trotz Krieg und Wirtschaftskrise boomt in der Ukraine die Landwirtschaft.

Im Januar 2016 ist die vertiefte und umfassende Freihandelszone zwischen der Ukraine und der EU in Kraft getreten. Haben sich die Befürchtungen der ehemaligen Regierung um Wiktor Janukowitsch bestätigt, das sich das Abkommen für die Ukraine als negativ erweisen würde?

Nutznießer dieses Abkommens ist vor allem der ukrainische Agro-Businesssektor. Heute ist die Ukraine bereits der größte Eierproduzent Europas, in der Getreideproduktion sind die Zuwachsraten enorm. Bei den Beschäftigten im Agrohandel, die den Bedingungen des Abkommens unterworfen sind, sieht das schon wieder anders aus. Zugleich nutzen verstärkt Maschinenbauunternehmen aus EU-Mitgliedstaaten das qualifizierte und gut ausgebildete Potenzial der ukrainischen Werktätigen. Für Unternehmen aus der EU geht es um Wettbewerb, Standortvorteile und die Erweiterung ihrer Wertschöpfungsketten. Also auch um Produktionskosten im internationalen Vergleich und deshalb wird Produktio...

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