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Notstromversorgung am BER funktioniert schon

Künftiger Hauptstadtflughafen besteht »Black-Building-Test« - auch bei Stromausfall bleibt Sicherheit gewährleistet

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Was auch immer an einem Flughafen geschehen mag - jederzeit muss die Sicherheit der Fluggäste, Mitarbeiter, Flugzeugcrews sowie des laufenden Flugbetriebs gewährleistet sein. Auf der - weitgehend fertiggestellten - Baustelle des BER ist man dieser Voraussetzung für die Inbetriebnahme ein gutes Stück näher gekommen.

Wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mitteilte, ist in der Nacht vom 12. auf den 13. August ein sogenannter Black-Building-Test erfolgreich durchgeführt worden. »Dabei kam es zu einer weiträumigen kontrollierten Stromabschaltung im Hauptterminal, um die Sicherheitsstromversorgung im Falle eines Netzausfalls zu überprüfen«, heißt es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung. Der Test sei im Rahmen der laufenden Wirk-Prinzip-Prüfungen (WPP) durchgeführt worden. Getestet worden seien dabei neben dem Hauptterminal T1 und den daran angeschlossenen Piers Nord und Süd unter anderem auch der Tower, die Befeuerung der nördlichen Start- und Landebahn, verschiedene Betriebsgebäude und zwei Feuerwachen.

Wie die FBB weiter berichtete, fand der »Black-Building-Test« unter Federführung des TÜV Rheinland im Zeitraum zwischen 24 und 2.30 Uhr statt. »Bei diesem gesetzlich vorgeschriebenen Test wird überprüft, ob im Falle eines Stromausfalls Notstromaggregate rechtzeitig anspringen und die Versorgung relevanter technischer Einrichtungen und Sicherheitsanlagen gesichert ist.«

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup zeigte sich zufrieden. »Der BER hat einen sehr wichtigen Test innerhalb der Wirk-Prinzip-Prüfungen erfolgreich bestanden«, teilte er mit.

Anfang August hatten Flughafengesellschaft und Aufsichtsrat den erfolgreichen Start der WPP-Verbundtests verkündet. Man rechnet mit einer Dauer von zwei Monaten. Rainer Bretschneider, der Aufsichtsratsvorsitzende, sprach bei dieser Gelegenheit von einem »zentralen Meilenstein«. Die WPP ist eine Voraussetzung für die Abnahme des Airports durch die zuständige Baubehörde.

Geprüft wird das Zusammenspiel aller relevanten Anlagengruppen im T1. Dabei geht es beispielsweise darum, das Zusammenwirken von Brandmeldeanlage, der übergeordneten speicherprogrammierten Steuerungsanlage, den einzelnen Türen, Klappen, Aufzügen und Rolltoren in allen relevanten Szenarien zu prüfen. Wird bei einem Brand Alarm ausgelöst, muss automatisch die Sprinkleranlage an der richtigen Stelle anspringen, müssen sich Entrauchungsklappen öffnen und Brandschutztüren schließen, Rettungs- und Notfalleinsätze ausgelöst werden. Die Rede ist von mehreren Hundert Szenarien.

Bei den zuvor erforderlichen Einzelabnahmen hatten die TÜV-Experten von den insgesamt zwölf prüfpflichtigen Anlagengruppen zuletzt die Anlagengruppe 05 (Brandmelde- und Alarmierungsanlagen) sowie die Anlagengruppe 06 (Sicherheitsstrom᠆versorgung/Sicherheitsbeleuchtung) für die WPP zugelassen.

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