Seien wir realistisch

Hör auf mit dem Scheiß: Die romantische Filmkomödie »Axel, der Held« erzählt das Märchen von der Revolution

  • Von Stefan Gärtner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Versuchen wir das Unmögliche: Axel (Johannes Kienast) und Heiner (Christian Grashof) mit Huhn

Laut Pippi Langstrumpf kriegt man viel zu hören, bevor einem die Ohren abfallen, und Philippe Val, Mitgründer des Satireblattes »Charlie Hebdo«, soll gesagt haben: Wären die Intellektuellen von 1968 ff. der Jugend nicht mit Che Guevara und Mao gekommen, »einem fieberhaften Mörder und einem Verbrecher gegen die Menschheit«, sondern mit Winston Churchill und dem Widerstandskämpfer Jean Moulin, wie stünden wir jetzt da.

Nun kann man finden, dass die Welt der Gegenwart durchaus weniger die von Che als die von Churchill ist (auch wenn dessen Satz vom »falschen Schwein«, das die Alliierten geschlachtet hätten, der Echtheit wohl entbehrt), und die Widerstandskämpferinnen von heute sind längst keine tueuses fiévreuses mehr, sondern fordern in der Mehrheit bloß das Elektromobil, während die Zahl der hungernden Menschen zum dritten Mal in Folge gestiegen ist, auf nunmehr 821 Millionen. Die Revolution mit Gewalt will keiner machen (und falls...

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