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Mit der AfD ist nicht zu spaßen

Kabarettisten wollen in der Herkuleskeule in Dresden Stellung zu den Landtagswahlen im Osten beziehen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Ein Karneval-Motivwagen mit dem AFD Politiker Bernd Höcke, der von Josef Goebbels gehalten wird.
Ein Karneval-Motivwagen mit dem AFD Politiker Bernd Höcke, der von Josef Goebbels gehalten wird.

Dresden. Kabarettisten aus Ost- und Westdeutschland sehen in der sächsischen Landtagswahl am 1. September eine ernste Herausforderung. Mit einem Wahl-Special wollen sie deshalb am 18. August in der Dresdner Herkuleskeule im Keller des Kulturpalastes Stellung beziehen. Bei dem einmaligen Sonderprogramm treten neben den Hausherren etwa auch die Leipziger Academixer, das Düsseldorfer Kommödchen und das Chemnitzer Kabarett auf. Musik kommt vom Duo »Schwarze Grütze« aus Potsdam.

»Acht Kabaretts stehen auf der Bühne und werden trotz aller Unterschiedlichkeit gemeinsam ihre Stimme erheben«, sagte Mitorganisator Philipp Schaller der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Er habe sich nach der Europawahl mit dem Düsseldorfer Kabarettisten Martin Maier-Bode quasi auf halber Strecke in der Telefonleitung getroffen. »Wir wollten uns praktisch gleichzeitig anrufen, um uns über die Situation auszutauschen.«

Als die AfD dann kurz darauf ihr Programm für Sachsen vorgelegt habe, sei deutlich geworden, wohin die Reise gehen solle. »Wir sorgen uns um die Pressefreiheit, die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst«, sagte Schaller. Dennoch wolle man das Kabarettprogramm zur Sachsen-Wahl nicht allein auf die AfD abstellen. Man wolle den Zustand der Demokratie in Deutschland und in Europa insgesamt beleuchten. Es gehe um Fragen wie Chancengleichheit und Menschenwürde.

»Wollen wir weiter dabei zusehen, wie die Reste der Volksparteien durch ihre wirtschaftshörige und bürgerfeindliche Politik den Weg bereiten für Hetzer und Hasser?«, heißt es in der Anzeige zu der einmaligen Vorstellung am 18. August. Schaller zufolge erwartet das Publikum eine kabarettistische Nummernfolge mit Live-Musik. Per Live- Stream auf Youtube kann das Publikum auch außerhalb der Herkuleskeule dabei sein. Ein Chat soll den Kontakt zu den Künstlern ermöglichen. dpa/nd

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