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Erst Nazi, dann Islamist, dann Gabel

Lotte Laloire hat eine Erklärung für Lebensläufe wie den von Sascha L.

  • Von Lotte Laloire
  • Lesedauer: 2 Min.

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Islamismus: Erst Nazi, dann Islamist, dann Gabel

Was hat Allah mit einer Gabel gemeinsam? Beide können zu Instrumenten der Gewalt gemacht werden. Wer es richtig drauf hat, so wie der nun erneut verurteilte IS-Sympathisant Sascha L. aus Niedersachsen, setzt beide gleichzeitig ein. Mit dem Besteck in der Hand und »Allahu Akbar«-Rufen auf den Lippen war er Anfang dieses Jahres auf einen Strafvollzugsbeamten losgegangen. Das klingt absurd? Der 28-Jährige baut sogar noch mehr Brücken: Früher war der Salafist nämlich Neonazi. Was für ein Irrsinn, das sind doch Erzfeinde! Stimmt, einerseits.

Andererseits haben die Bewegungen vieles gemeinsam. Sie sind Stiefbrüder, ihr Vater heißt Menschenhass. Hass auf die Mehrheit der Muslime, auf Juden, Frauen und LGBTI und viele andere teilen sie ebenso wie den auf Demokratie, Freiheit und Diversität. Auch ihre Strategien ähneln sich: »Einzeltäter« sind in Wahrheit oft bestens vernetzt. Mit Terrorismus provozieren sie ganze Gesellschaften, damit diese polarisierter und autoritärer werden. Sie lullen ihre großteils männlichen Anhänger ein mit einer Ästhetik der Stärke und des Soldatentums. Und das sind nur einige Beispiele für die zahlreichen Parallelen. Es ist also nicht völlig unerklärlich, wie aus einem Neonazi wie Sascha L. ein Islamist werden kann. Nur eine Gabel als Waffe ist bisher weder bei Islamisten noch bei Rechten gesehen worden.

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