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Höhere Löhne sind unfair!

Eva Roth über die Grundrente und andere Ungerechtigkeiten

  • Von Eva Roth
  • Lesedauer: 1 Min.

Unternehmensvertreter vertreten die Interessen von Unternehmen, sagen aber oft nicht, was die Interessen der Unternehmen sind. Zum Beispiel bei der Grundrente. Die sei nicht gerecht, hat am Sonntag der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, bekundet. Der unionsnahe Firmenverband führte erneut Zahnarztgattinnen an, die auch Grundrente erhalten könnten, wenn die Bedürftigkeit nicht geprüft wird. Das ist ungerecht! Die Arbeitgebervereinigung BDA argumentiert seit Wochen ähnlich, das Kalkül ist klar: Wenn die Grundrente ungerecht ist, ist sie schlecht. Denn wer ist schon für Ungerechtigkeit?

Allerdings lässt sich auf diese Weise ziemlich viel rechtfertigen. Firmenverbände könnten zum Beispiel in der nächsten Rezession sagen: Männer verdienen viel mehr als Frauen. Das ist ungerecht! Darum müssen die Männerlöhne auf das Frauenniveau sinken. Dass Betriebe es nicht verkraften könnten, weiblichen Beschäftigten im Schnitt 20 Prozent mehr zu zahlen, ist ja wohl klar. Das würde Millionen Jobs vernichten.

Was bleibt: Die Firmenverbände sind dagegen, dass Geringverdiener eine etwas höhere Rente erhalten. Sie wollen verhindern, dass der Sozialstaat ein kleines bisschen ausgebaut wird. Der Sozialstaat wird über Steuern und Abgaben finanziert, die auch Unternehmen zahlen.

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