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Die Nachhut der Kolonialherren

Im Kino: Der Dokumentarfilm »Congo Calling« erzählt von drei Entwicklungshelfern auf verlorenem Posten

  • Von Nicolai Hagedorn
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer unserer Bewegung nicht folgt, den töten wir sofort, dem schneiden wir den Kopf ab», erklärt einer der Mai-Mai-Kämpfer, die in der ostkongolesischen Region Walikale einige Gebiete besetzt halten und in dem Dokumentarfilm «Congo Calling» von einem spanischen Forscherteam interviewt werden. Es geht um die Erforschung von wirtschaftlicher Entwicklung in failed states, aber die Rebellenkämpfer reden sich bald in Rage. «Ich könnte ihm auch den Bauch aufschlitzen. Ich nehme die Leber raus und die anderen Innereien. Man kann das alles rausholen», feixt ein weiterer. Und auf die Frage, ob sie das auch essen würden, antworten die Interviewpartner mit einem entschiedenen «Oui!». Ob und wie viel von der Menschenfresser-Geschichte nur Geprahle junger Männer vor einer Fernsehkamera ist, bleibt im Film offen, genauso wie die Frage, ob es schließlich doch noch zu einem Gespräch mit den Kannibalen über wirtschaftliche Entwicklung kam.

Der deut...


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