Werbung

Die Arktis im Griff der Politik

Kurt Stenger über die ökonomischen Interessen in der Nordpolregion

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein Fischerboot in der Arktis.
Ein Fischerboot in der Arktis.

Dass in der Arktis der Klimawandel besonders rasch voranschreitet, ist durch Forscher seit langem bestätigt. Das schmelzende Eis sorgt auch für potenziellen Zugang zu üppigen Rohstoffvorkommen. Das ruft massive ökonomische Interessen auf den Plan, die es politisch durchzusetzen gilt. Die Anrainerstaaten streiten darum, wie weit ihr Hoheitsgebiet ins Meer hinausragt, Russland errichtet Militärbasen, um zu zeigen, wo der Hammer hängt. Und US-Präsident Donald Trump hat mit seinem unsittlichen Angebot eines Kaufs von Grönland die dänische Regierung massiv verärgert.

Deutschland ist in geostrategischen Fragen nie so forsch. Der Regierung der Exportnation geht es nicht um Expansion, sondern um einen möglichst ungestört laufenden Welthandel. Auch hier eröffnet der Klimawandel große Chancen. Eine eisfreie Nordostpassage wäre die kürzeste Schifffahrtsverbindung zwischen den Nordseehäfen sowie Ostasien. Dies könnte der deutschen Reederbranche massive Kostenersparnis bringen.

Wenn die Regierung mit ihrer Arktisstrategie jetzt auf Umweltschutz und mehr Kooperation dringt, so tut sie das mit kapitalistischen Hintergedanken. Der Arktis wäre damit nicht geholfen. Das Beste, was Deutschland für die Region tun könnte, wäre eine Klimaschutzpolitik ohne Wenn und Aber. Also genau das, was die Große Koalition seit Jahren blockiert.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!