Gemeinsam für bessere Arbeit

Lieferdienstkuriere agieren mittlerweile gewerkschaftlich. Die Folgen der Foodora-Übernahme sind noch offen

  • Von Peter Nowak
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Hof des Aquino-Hotels in Berlin-Mitte haben sich Donnerstagmittag viele Essensdienstlieferanten versammelt: Kurier*innen mit weiß-violetten T-Shirts von Foodora und Fahrer*innen in orangefarbenen Hemden mit dem Logo des österreichischen Lieferservices Lieferando. Sie waren allerdings nicht im Dienst, sondern hatten sich auf Einladung der Gewerkschaft, Nahrung, Genussmittel, Gaststätten (NGG) zum Riders Day getroffen. Dieser dient dem Austausch und der Koordination der gewerkschaftlich organisierten Kurierfahrer*innen.

Längst ist die Branche der Essenskuriere keine gewerkschaftsfreie Zone mehr. Nachdem sich vor drei Jahren in Kooperation mit der Basisgewerkschaft Freie Arbeiter Union (FAU) die Deliverunion gründete, haben auch die DGB-Gewerkschaften das Organisierungspotenzial erkannt.

Das war nicht immer so, und selbst die Zuständigkeiten innerhalb der Einzelgewerkschaften blieben lange unklar. 2016 hatten sich Kurierfahre...

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