«Wir sind lustig, aber nicht niedlich»

Aus Sorge um die Zukunft ihrer Enkel treffen sich in Potsdam «Omas gegen rechts».

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wir sind glaubwürdig, oft sogar mehr als Politiker, weil bei uns klar ist, dass wir keine Karriere mehr machen wollen«, sagt Hildegard Rugenstein. Klar ist es wegen ihres Alters. Im Garten eines Häuserblocks an der Potsdamer Gutenbergstraße haben sich 13 ältere Frauen versammelt. Sie gehören zu den »Omas gegen rechts«. Diese besondere Bürgerinitiative startete Ende 2017 in Österreich und breitete sich schnell nach Deutschland aus. Nun gibt es auch eine Ortsgruppe Potsdam. Am 6. März 2019 hatten Hildegard Rugenstein und Katrin Kowalski zu einem ersten Treffen eingeladen. Inzwischen machen mehr als 40 Frauen mit. Die jüngste ist 49, die älteste 92 Jahre alt. Nicht immer können alle kommen - weil in Ostdeutschland die Omas im Schnitt jünger und häufig noch berufstätig sind.

Dabei ist auch ehrenamtlich viel zu tun. Es gibt etliche Anfragen, ob die Omas bei dieser oder jener Aktion mit dabei sein können, etwa am 31. August in Werder/Ha...


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