Salvini verhindern

Schwierige Verhandlungen um Regierungskoalition in Italien.

  • Von Anna Maldini
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Staatspräsident Sergio Mattarella ist bei den Italiener*innen als freundlicher, höflicher und manchmal sogar überkorrekter älterer Herr bekannt und beliebt. Doch als er am vergangenen Donnerstag nach einem zweitätigen Beratungsmarathon mit den Parteien vor die Presse trat, war er ganz anders aufgelegt: kein noch so schüchternes Lächeln, noch nicht mal ein freundliches »Guten Abend«. Sein starres Gesicht konnte die Enttäuschung und Wut über die laufende Regierungskrise kaum verbergen.

Die rechte Lega hat die Koalition mit der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) gekündigt. Italien braucht nun eine neue Regierung. Die Krise hält Politiker und Ökonomen weltweit in Atem. An den Finanzmärkten zählt man die politische Unsicherheit in Italien zu den größten Risiken für die globale Wirtschaft, neben dem US-chinesischen Handelskrieg und dem EU-Austritt Großbritanniens. Befürchtet wird vor allem der Griff von Lega-Chef Matteo Salvini nach der Macht.

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