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Umweltaktivisten blockieren Tagebau Garzweiler

Friedlicher Protest für früheren Kohleausstieg / Veranstalter werten Aktion als Erfolg

  • Lesedauer: 2 Min.

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Mitglieder der Aktionsgruppe
Mitglieder der Aktionsgruppe "Kohle erSetzen!" blockieren eine Straße, die zum Braunkohletagebau Garzweiler führt.

Erkelenz. Umweltaktivisten haben am Samstag mit fünf Sitzblockaden und drei Mahnwachen im rheinischen Braunkohlerevier für einen früheren Kohleausstieg demonstriert. Der Protest rund um den Tagebau Garzweiler sei gewaltfrei und insgesamt ruhig geblieben, sagte Clara Tempel, Sprecherin vom Bündnis »Kohle ersetzen« am Sonntag. Zwischen 150 und 200 Menschen seien dem Aufruf zum Protest gegen die Energiegewinnung aus Kohle gefolgt.

Im Rahmen des 10. Klimacamps im Rheinischen Revier, das seit dem 15. August läuft und Dienstag endet, hatte die Aktionsgruppe »Kohle Ersetzen« Sitzblockaden an mehreren Zufahrten zum Tagebau eingerichtet, unter anderem am Skywalk und der Nord-Süd-Kohlebahn. Die Beamten hätten sie wegtragen müssen, es sei aber zu keinen Gewalttätigkeiten oder Widerständen gekommen. Vorübergehend hätten die Polizisten 20 Aktivisten festgenommen, deren Identität sie nicht vor Ort feststellen konnten. Mittlerweile befinden sich aber alle wieder auf freiem Fuß, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag erklärte sagte. Die Behörde leitete zudem Strafverfahren wegen Nötigung und Hausfriedensbruch ein.

Auf den Transparenten der Demonstranten hieß es etwa »Raus aus der Kohle, rein ins Vergnügen!« und »Zwangsumsiedlungen machen krank«. Die Umweltschützer sangen Lieder wie »Bella Ciao«. Sprecherin Tempel bezeichnete die Aktion als erfolgreich: Die Aktivisten hätten den Schichtwechsel im Tagebau gestört. Auch die Kohlebahn sei mehrere Stunden nicht gefahren.

Das Bündnis »Klima Ersetzen« hatte zu einem gewaltfreien und bunten Protest aufgerufen. Die Aktivisten pochten auf einen früheren Kohleausstieg, den Erhalt des Hambacher Waldes und der umliegenden Dörfer, die der Kohlegewinnung weichen sollen.

Vom bislang größten Klimacamp vor zwei Jahren waren Störaktionen Tausender, überwiegend junger Menschen ausgegangen. Im Juni hatte es Proteste im Rheinischen Revier mit rund 6000 Aktivisten gegeben. Die Demonstranten waren teilweise in den Tagebau eingedrungen und hatten den Betrieb lahmgelegt. Agenturen/nd

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